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Mosenehrung auf Schloss Voigtsberg/Oelsnitz

Datum: 23. September 2017
im Fürstensaal
Voigtsberg

Programm des Kolloquiums

Eröffnung und Begrüßung durch Mario Horn (OB der Stadt Oelsnitz) sowie
Dr. phil. Frieder Spitzner (Vorsitzender der Vogtländischen Literaturgesellschaft Julius Mosen e.V.)

Moderation: Prof. Dr. sc. phil. Rüdiger Bernhardt

Vorträge:
11.00 - Dieter Seidel (Potsdam): »Julius Mosen - ein Märchendichter?«
11.20 - Dr. jur. Bettina Kern (Taucha): »Der Jurist Julius Mosen«
11.40 - Manfred Neuhaus (Dortmund): »Herloßsohn, Der Komet und Julius Mosen in Leipzig«
12.00 - Prof. Dr. sc. phil. Rüdiger Bernhardt (Bergen): »Der Dramaturg Mosen«

12.20 - Diskussion
12.45 - Abschluss der Diskussion und Ende des Kolloquiums

15.00 Uhr Festveranstaltung mit:
- einer Aufführung der Theater-AG des Julius-Mosen-Gymnasiums Oelsnitz;
- Darbietungen des Mosen-Chores Marieney; - Neuvertonungen von Mosengedichten (, vorgetragen vom Duo Opus Lyrica)
- Vorstellung der Neuerscheinung »Julius Mosen (1803-1867) - Dichter, Dramaturg und Jurist, ein gebürtiger Vogtländer«
(vom Autor Prof. Rüdiger Bernhardt und vom Verleger Frieder Seidel)

Vogtlands Lieblingsbuch 2015

Veranstaltung vom Sonntag, dem 05. März 2017, 15.00 Uhr

»Vogtländisches Bücherpotenzial - vielseitig, unterhaltend, anregend«

Seit zehn Jahren gibt es nun »Vogtlands Lieblingsbuch«, eine alljährliche Bilanz von literarischen Neuerscheinungen in der hiesigen Region.
Immer wieder erstaunlich ist die Bandbreite, die reicht von Büchern, Bildbänden und Beiträgen übers Vogtland bzw. über einzelne Orte oder Regionen, verschiedenste belletristische Literatur, interessante Zeitgeschichte, Bücher über Persönlichkeiten, Gedichtbände ...
Diese Aufzählung muss aufgrund der Vielfalt leider unvollständig bleiben.

Dr. Spitzner konnte am 5. März 2017 insgesamt sechzig Bücher präsentieren, die im kommenenden Jahr in diesem Rahmen in den beteiligten neun Bibliotheken zu sehen sein werden.
Er brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass diese Veranstaltung trotz einiger Probleme in den vergangenen Monaten wieder in der Kapelle in Neuensalz stattfinden kann.

Natürlich wurden, wie in jedem Jahr, die bestplatzierten Bücher der vergangenen Runde präsentiert und die Autoren ausgezeichnet.

Den Titel »Vogtlands Lieblingsbuch 2015«

erhielt



»Wunderschönes Vogtland -

Bekanntes und Verborgenes«

von Hans Jakob aus Schöneck.

  Vogtlands Lieblingsbuch 2015


Vogtlands Lieblingsbuch 2015
 



Weiterhin ausgezeichnet wurden:

Platz 2: e. o. plauen (Plauen) -
»Vater und Sohn - Sämtliche Abenteuer«

Platz 3: Maren Schwarz -
»Inselfeuer«

Platz 4: (mit gleicher Stimmenzahl):
Steps, Petra /Hrsg./ (Netzschkau) -
»Wer mordet schon im Vogtland?«
und
Steps, Petra /Hrsg./ (Netzschkau) -
»Vogtländisches Blut(bad)«

Platz 5: Voigt (Wagner), Elfriede (Netzschkau) -
»Nach Haus«



Preisträger 2015

  Preisträger 2015


In den beiden Bildern sind die anwesenden Preisträger zu sehen
(jeweils v.l.n.r.: E. Wagner, H. Jakob, P. Steps, M. Schwarz).

Sowohl Frau Elfriede Wagner als auch Frau Maren Schwarz sind nicht zum ersten Mal Preisträgerinnen bei Vogtlands Lieblingsbuch. Die Spannbreite der Preisträger reicht also von einem sehr schönen Bildband übers Vogtland über die interessante Bilanz einer Zeitzeugin bis hin zur Kriminalliteratur (originell verknüpft mit Rezepten bzw. Freizeitstipps).

An alle Ausgezeichneten noch einmal herzliche Glückwünsche!
Der Dank geht genauso, wie übrigens jedes Mal, an alle Autoren der (diesmal 62) Bücher, von denen jeder auf seine Weise mit seiner umfangreichen Arbeit zur Bereicherung des literarischen Lebens im Vogtland beiträgt.

Ekkehard der Barde rundete nach einer kleinen Pause die Veranstaltung mit dem literarisch-musikalischen Programm »Du bist min, ich bin din« ab. Es handelte sich um eine musikalische Zeitreise, während der er Liebeslieder präsentierte, beginnend im Mittelalter mit Walter von der Vogelweide. Nach einer Dreiviertelstunde war er in der heutigen Zeit angelangt bei dem bekannten Lied »Als du fortgingst«. Selbst die Liebe zur Sowjetunion bekam mit »Tamara« von der Gruppe MTS einen Platz.
(6. März 2017 - Birgit Klemm)




17.9.2016 - Matinee im Bürgerhaus der Gemeinde Mühlental

Programm

ab 9.30 Uhr
im Mosenzimmer

Einblick in die Büchersammlung

 

10.30 Uhr
im Saal des Bürgerhauses

Begrüßung der Gäste durch Dr. Frieder Spitzner
(Vereinsvorsitzender)

Grußworte von Andreas Kracke
(Bürgermeister der Gemeinde Mühlental)

Vortrag von Yvonne Magwas (MdB)
über ihre kulturpolitische Tätigkeit

Diskussion zum Vortrag

 

11.30 Uhr bis 12.30 Uhr
im Mosenzimmer

Einblick in die Büchersammlung


Zur Matinee und zur darauf folgenden Mitgliederversammlung gibt es folgende beiden Artikel von Thorald Meisel (erschienen in der Freien Presse):

6. September 2016 - »Steckbrief-Sammlung wächst«

Zehn Jahre nach dem Neustart zieht die Vogtländische Literaturgesellschaft im Rahmen einer Matinee eine Zwischenbilanz

Marieney. Rund 450 Namen umfasst inzwischen die Sammlung der Autorensteckbriefe aus dem Vogtland, die Dr. Frieder Spitzner, Vorsitzender Vogtländischen Literatur- gesellschaft »Julius Mosen«, seit gut 15 Jahren zusammengetragen hat. Am 17. September werden sie im Rahmen einer Matinee im Bürgerhaus in Marieney erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.
Anlass für die Veranstaltung ist der vor zehn Jahren erfolgte Neustart des 1998 ursprünglich als Julius-Mosen-Gesellschaft gegründeten Vereins mit dem neuen Namen Vogtländische Literaturgesellschaft »Julius Mosen« und mit einem zusätzlichen Betätigungsfeld - der Nachwendeliteratur aus dem und über das Vogtland.

+Nur noch wenig Chancen für ein gutes Ende - Mosen-Gesellschaft Marieney fehlt die Perspektive«, lauteten im Mai 2005 die Schlagzeilen in der Presse. Ein Jahr nach dem Rücktritt der damaligen Oelsnitzer Oberbürgermeisterin Eva-Maria Möbius als Vereinsvorsitzende stand der Verein vor der Auflösung.
Der Auerbacher Frieder Spitzner erarbeitete daraufhin ein Konzept für eine Neuausrichtung des Vereins, das er in einem Gespräch mit Möbius, dem damaligen Schönecker Bürgermeister und jetzigen Landrat Rolf Keil (CDU) sowie dem Mühlentaler Bürgermeister Dieter Weller vorstellte. Das Trio aus der Kommunalpolitik zeigte sich offen für die Ideen - und legte Spitzner ans Herz, er solle sich zur Umsetzung mit einbringen.
Am 9. September 2006 wurde er zum neuen Vorsitzenden des umstrukturierten Vereins gewählt. Die Mitgliederzahl ist seither von 15 auf 35 gestiegen - darunter zwei Professoren, acht mit Doktor-Titel, drei Schauspieler und zwei Journalisten.
»Bei jährlich zwischen 50 und 60 Neuerscheinungen von Büchern vogtländischer Autoren oder Publikationen über die Region ist aber noch Luft nach oben. Was konkret heißt, wir würden uns über weitere Mitstreiter freuen«, machte Spitzner deutlich. Er hofft, dass die auch acht Bände umfassenden Autorensteckbriefe, an deren Vervollständigung weiter gearbeitet wird, einen Anreiz darstellen, bei der Matinee in Marieney vorbeizuschauen.
Zudem wird die CDU-Bundestagabgeordnete Yvonne Magwas über ihre kulturpolitische Tätigkeit sprechen. »Es bleibt ausreichend Zeit für Fragen und Diskussionen zur Kultur im Land und in unserer Region«, ist Spitzner überzeugt. Die Literatur- gesellschaft hat mit Veranstaltungen wie der seit 2007 jährlich stattfindenden Wahl zu Vogtlands Lieblingsbuch oder der Reihe »Autoren im Gespräch«, die in Zusammenarbeit mit der Kapelle Neuensalz stattfinden, seit Neuorientierung selbst kulturpolitische Akzente gesetzt. Nicht zu vergessen der Fundus von rund 600 Bänden vogtländischer Autoren oder mit Bezug zum Vogtland, die allein seit 2006 gesammelt wurden.
Spitzner spricht in diesem Zusammenhang von einer Dokumentation für die Nachwelt, die auf regionaler Ebene deutschlandweit wohl einzigartig ist.




19. September 2016 - »Neuensalz-Ersatz scheint vorhanden«

Selten war eine Literaturveranstaltung so nah an der aktuellen Politik im Vogtland wie am Samstag im Bürgerhaus Marieney.

Marieney. Für den Fall, dass es die 2017 die Kapelle Neuensalz nicht mehr gibt, könne die Ehrung der Preisträger von »Vogtlands Lieblingsbuch« in Oelsnitz stattfinden - auf Schloss Voigtsberg oder in der Katharinenkirche. Das sagte deren Oberbürgermeister Mario Horn (CDU) am Samstag bei der Vogtländischen Literaturgesellschaft »Julius Mosen«, die seit 2007 diese Veranstaltung organisiert. Hintergrund ist, dass auch nach dem vergangene Woche erzielten Kompromiss um die Zukunft der kreiseigenen Kultur GmbH hinter der Kapelle Neuensalz weiter ein Fragezeichen steht. Selten war die aktuelle Politik so Thema in der Literatur, wie am Samstag im Bürgerhaus Marieney - sowohl bei der Matinee wie auch bei Mitgliederversammlung. Zehn Jahre sind seit der Umstrukturierung der früheren Mosen-Gesellschaft vergangen. Mit dem zusätzlichen Standbein aktueller Regionalliteratur liegt nun ein Fundus mit rund 600 Büchern mit Bezug zum Vogtland, dazu ein Autorenarchiv mit rund 450 Namen.

Aus Sicht von Landrat Rolf Keil (CDU) ist diese Sammlung deutschlandweit einmalig. Das schrieb Keil in einem Grußwort, das Andreas Knaake (parteilos), Bürgermeister von Mühlental, verlas. Welche Rolle die Sammlung künftig in der vogtländischen Kulturszene spielen soll, blieb im Grußwort offen. »Der Landrat ist beauftragt, bis 30. Juni 2017 ein Strukturkonzept zu erarbeiten«, sagte dazu die CDU-Bundestagsabgeordnete Yvonne Magwas, die zur Matinee über ihr Tätigkeit im Ausschuss Kultur/Medien berichtete.

Dr. Frieder Spitzner aus Auerbach, seit zehn Jahr Vorsitzender der Literaturgesellschaft, will den Fundus, der im Bürgerhaus Marieney ausgestellt ist, dauerhaft der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dazu gibt es die Idee eines Literaturhauses. Spitzner erklärte sich bereit, für weitere zwei Jahre die Leitung der Gesellschaft zu übernehmen - mit der Hoffnung, in dieser Zeit weitere Weichen in gesicherte Zukunft stellen zu können. Mit Frieder Seidel aus Hammerbrücke wird im Oktober wieder ein Verleger aus dem Vogtland auf der Buchmesse in Frankfurt am Mai vertreten sein. Er setzt darauf, dass auch im Zuge von Freihandelsabkommen wie dem derzeit mit den USA verhandelten TTIP die Buchpreisbildung erhalten bleibt, was für kleine Verlage wie Conception Seidel existenziell unverzichtbar sei. Professor Siegfried Schönherr, Autor von Büchern über Sohl und Bad Elster, sieht die Gefahr, dass Bücher zu reiner Handelsware werden. Über Kultur werde bei TTIP nicht verhandelt, die deutschen Standards und damit auch die weltweit einmalige Buchpreisbindung bleiben bestehen, gab sich Magwas überzeugt.

»In der Schweiz gibt es keine Buchpreisbildung mehr. Dort legt man inzwischen Förderprogramme auf, um überhaupt Buchhandlungen zu erhalten. Dazu darf es in Deutschland nicht kommen«, machte Petra Steps aus Netzschkau deutlich, Autorin und Intendantin der Krimi-Literaturtage Vogtland.




19. April 2016
Bekannt gegeben wurde »Vogtlands Lieblingsbuch 2014« ...

 



... bei der Veranstaltung



in der Kapelle Neuensalz

 


      Auszeichnung der Preisträger
      (Foto von Thorald Meisel)


Vogtlands Lieblingsbuch 2014

1. Platz:
Riedel, Gerd-Rainer/ Feiler, Horst:
»Vogtland Impressionen«

 

2. Platz:
Naumann, Falk / Weber, Wolfgang:
»Nema - 125 Jahre Betriebsgeschichte«



4. Platz: Schmidt, Karl-Heinz:
»Arscht kumm ich, und dann kimmst du«

 

3. Platz:
Klipphahn, Anneli:
»Glimmi«




5. Platz:
Schulze, Elke:
»ERICH OHSER alias e.o.plauen«

Eine vollständige Liste aller 49 Bücher ist in der folgenden PDF-Datei zusammengestellt:


 

Stationen der Sonderausstellung von Neuerscheinungen 2014 waren:

  • 15.03.2015, 15.00 Uhr - Erstpräsentation in der Kapelle Neuensalz

  • 07.04. - 30.04.2015 - Stadtbibliothek Auerbach

  • 04.05. - 29.05.2015 - Jürgen-Fuchs-Bibliothek Reichenbach

  • 01.06. - 26.06.2015 - Vogtlandbibliothek Plauen

  • 29.06. - 24.07.2015 - Stadtbibliothek Oelsnitz

  • 27.07. - 21.08.2015 - Stadtbibliothek Bad Elster

  • 24.08. - 18.09.2015 - Stadtbibliothek Adorf

  • 21.09. - 16.10.2015 - Buchhandlung Klingenthal, Markneukirchner Str. 3

  • 19.10. - 13.11.2015 - Stadtbibliothek Rodewisch

  • 16.11. - 11.12.2015 - Stadtbibliothek Treuen





11. Oktober 2014 - Jahresmitgliederversammlung

Zur Jahreshauptversammlung trafen sich Mitglieder der Vogtländischen Literaturgesellschaft Julius Mosen e.V. in der Stadtbibliothek Auerbach. Frau Kathrin Wolf, Mitarbeiterin der Bibliothek, informierte ausführlich und eindrucksvoll über die Geschichte, den Medienbestand und die Aktivitäten des Bibliothekspersonals und führte durch die modern ausgestatteten Räumlichkeiten. Viel Lob gab es von den Teilnehmern für zeitgemäße, übersichtliche, leser- und vor allem auch kinderfreundliche Buchpräsentationen. Anerkennung fand das vielfältige Veranstaltungsprogramm, mit dem für Bücher geworben wird und Kinder fürs Lesen begeistert werden sollen.

Dem Bibliotheksbesuch folgte eine Kirchenführung. Herr Superintendent Rudolf Hesse informierte über Besonderheiten der St. Laurentiuskirche, die in diesem Jahr ihr 175-jähriges Bestehen feiert, und über Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen in den letzten Jahren. Kantorin Frau Hesse stellte die wertvolle Orgel vor, was schon deshalb besonders interessiert aufgenommen wurde, weil der Bruder des Großvaters Julius Mosens von 1779 bis zu seinem Tode 1786 in Auerbach als Organist und Komponist tätig war.

Zur Vorstandswahl am Nachmittag im »Gasthof zur Eiche« wurden die Vereinsaktivitäten der vergangenen Jahre »beleuchtet« und im Meinungs- und Gedankenaustausch Zukunftsprojekte besprochen. Der Vereinsvorstand (s. Kontakte) will die Arbeit weiterführen, stellte sich deshalb erneut der Wahl und wurde, um einen Beisitzer erweitert (Frau Birgit Klemm, verantwortlich für Internetpräsentation), einstimmig gewählt.
Dr. F. Spitzner




Pressebeitrag anlässlich des Tages der deutschen Sprache
13. September 2014

(Veröffentlicht im Vogtland-Anzeiger am 16.9.2014 unter der Überschrift »Mehr Aufmerksamkeit - hat unsere Sprache das nötig?«)

1998 wurde der »Tag der deutschen Sprache« ins Leben gerufen, um der Sprache mehr Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen. Hat das die Sprache nötig?
Ja, leider. Weil es zu viele selbstgefällige »Größen« gibt, denen es völlig reicht, sprechen zu können. Was sie natürlich auch tun, sogar lautstark, wenn es ihnen in den Kram passt. Dennoch zählen sie Sprache zu den vernachlässigbaren Größen, wenn sie das Wort »Größe« im Zusammenhang mit schriftlichen oder mündlichen »Sprachprodukten« überhaupt in den Mund nehmen. Herablassend reagieren sie auf Sprachenthusiasten, die sich ihrer Meinung nach mit einem »Tag der deutschen Sprache« nur wichtig zu machen versuchen. Wichtig seien doch Faktoren von lebensnotwendiger Bedeutung. Wie die Energiegewinnung, die Schweinemast, die Abfallentsorgung und, ganz klar, der Fußball. Dieser Argumentation muss man selbstverständlich beipflichten - aber nicht, ohne ein despektierliches Gegenargument vorzubringen. Denn wir haben staunend erlebt, dass Sprachliches, beispielsweise ein Sprechgesang der Extraklasse, heutzutage karrieremäßig genauso förderlich ist wie Weltraumheldentaten oder weltmeisterliche Fußballakrobatik. Den Nachweis zu liefern ist ein Leichtes:

Im Vogtland gibt es drei deutschlandweit bekannte, lebende Persönlichkeiten. Sigmund Jähn, Stefanie Hertel, Regina Zindler. Der hohe Bekanntheitsgrad dieser Mitbürger resultiert aus außergewöhnlichen Leistungen. Sigmund Jähn flog als erster Deutscher in den Kosmos. Dafür musste er jahrelang Strapazen aller Art auf sich nehmen, ein hohes Risiko für Leib und Leben eingehen, und er konnte sich des erfolgreichen Ausganges seiner Mission nicht sicher sein.
Stefanie Hertel tourt seit Jahrzehnten singend, tanzend, plaudernd zum Vergnügen ihrer Fans durchs Land.
Aber für einen echten Medienkracher sorgte kurz vor der Jahrtausendwende Regina Zindler. Und womit? Mit einem einzigen gesungenen Wort! Wenn dieses Wort erklingt, horchen sofort alle auf. Der Nutzer des Wortes hat umgehend die Aufmerksamkeit, die sich Lehrer in Klassenzimmern, Professoren in Hörsälen, Politiker bei Wahlkampfauftritten nur wünschen können. Sobald das Wort die Ohrmuscheln erreicht, verändern sich die Gesichtszüge. Einige wenige Mienen verziehen sich missbilligend. Bei den meisten Normalos aber zeigen sich blitzschnell die Lachfalten. Und das Erstaunlichste: Jeder beginnt sofort - als gebe es nichts Wichtigeres unter der Sonne - über Sprachliches zu reden, also über Hochdeutsch und Dialekt, Mundart und Heimatverbundenheit, Walter Ulbricht und die Schwaben. Und das seit über fünfzehn Jahren!

Das zeigt doch deutlich, was wirklich den Status des Großartigen genießt: nicht die überall aufgestellten Grundstückssicherungsgroßserienerzeugnisse mit der markigen Bezeichnung »Maschendrahtzaun«. Dafür interessiert sich niemand. Der Sprechakt dagegen, bei dem der Zaun als dreiteilige Wortzusammensetzung, wellentonartig geformt, den Lippen entweicht, überwältigt und erhitzt die Gemüter.

Bemerkenswert, faszinierend, mitunter erschreckend, zuweilen großartig, was Sprache auslösen und bewirken kann: Medienrummel, Fangetümmel, Gelächter, Hohn und Spott, Diskriminierung. Dem will natürlich niemand mit unbedarften Auftritten Vorschub leisten. Weil man aber nicht so recht weiß, wo die Sprache ihre Stolpersteine ausgelegt hat, wird vorsichtshalber die Sprachbremse getreten. Deshalb lautete die Devise im sächsischen Landtagswahlkampf: selbst den Mund nicht zu voll nehmen, dafür die Münder der Wählerschaft stopfen. Also wurden Versprechungen und sonstiges Blabla reduziert und stattdessen wortarme Bilder aufgehängt und Kekse sowie andere Leckereien verabreicht. Spektakulär sind solche Offerten nicht, aber gehaltvoller als manche Wortgefechte. Und wer erst einmal auf einem Abgeordnetensessel thront, muss sowieso nicht mehr mit rhetorischem Rüstzeug glänzen.

Inzwischen sind die Laternenpfähle entrümpelt und die Naschereien verdrückt. Und Sprachliches - fischt es uns noch an? Schwer zu sagen, ob es wichtig genommen wird. Ob wichtig oder nicht, nützlich ist Sprache. Und sogar pfiffig nutzbar wegen unerschöpflicher und raffinierter Verwendungsmöglichkeiten. Selbst solche Wörtchen wie »an« strotzen vor imponierender Einsatzvielfalt. Schauen wir uns das an: Wer »baggert«, der arbeitet redlich, aber wer »anbaggert«, der benimmt sich unschicklich oder kommt gut an als flotter Typ. Immer mehr Mutige gesellen sich zu den »Anmachern«, die im Wechsel der Jahreszeiten im See »anbaden«, am Sandstrand »anbeachen« und im Gebirge »anwintern«. Das »Anmachen« gewinnt zunehmend an Bedeutung, manch eine Ansprache dagegen rührt niemanden an. Das ist halt so, wenn Sprachbildung nicht angefordert wird, Rhetorikkurse nicht in Anspruch genommen werden. »Sprachler« müssten deshalb, wenn das Ansporn wäre, am Tag der deutschen Sprache »anheulen«. Und darüber hinaus müssten sie immer wieder anfangen aufzuheulen, wenn Schwätzer Aufmerksamkeit beanspruchen und Sprüche klopfen wie:

Für Großes braucht man keine großen Worte.





Jahresveranstaltung zu »Vogtlands Lieblingsbuch 2013«

Die Vogtland Kultur GmbH und die Vogtländische Literaturgesellschaft Julius Mosen e.V. luden zum literarischen Nachmittag am Sonntag, dem 15. März 2015, 15.00 Uhr in die Kapelle Neuensalz ein.

Programm:

1. Eröffnung; Erinnerung an das Kriegsjahr 1945
     Dr. Frieder Spitzner (Vereinsvorsitzender); Rolf Bach (Schauspieler)

2. Welche Freiheit ist gefragt?
     Interpretation von Lutz Seilers Roman "Kruso" - Deutscher Buchpreis 2014
   nbsp; Prof. Dr. sc. Rüdiger Bernhardt (Literaturwissenschaftler); Rolf Bach

3. Erstpräsentation von über 50 vogtländischen Neuerscheinungen des Jahres 2014
     Dr. Frieder Spitzner

4. Ehrung der Bestplatzierten der Aktion »Vogtlands Lieblingsbuch 2013«
     Angela Görner (Leiterin der Kapelle); Dr. Frieder Spitzner; Rolf Bach

1. Platz: Schwarz, Maren (Rodewisch): »Eisschwestern«
2. Platz: Köhler, Marcus/Baumgärtel, Rebecca: »Vergessene Wege im Vogtland«
3. Platz: Bünz/Friedreich/Ranacher/Vogel: »Vogtland - Kulturlandschaften Sachsens«
4. Platz: Fehlhauer, Gero (Reichenbach): »Hochwasser im Vogtland 1954 und 2013«
5. Platz: Walther, Siegfried (Rodewisch): »Glauben und Macht«

Das Programm bescherte eine Fülle von Buchvarianten fürs Auge, Leseproben fürs Ohr und Impulse für Gedankenspiele.
Über 100 Bücher mit Vogtlandbezug - erschienen 2013 und 2014 - wurden am 15.3. ausgestellt.
Herzlich danken wir allen, die uns ihre Publikation(en) kostenfrei für Ausstellungen, Informations-, Beratungs-, Bildungs-, Recherchezwecke zur Verfügung gestellt haben.




Der folgende Text ist ein Beitrag zum »Tag der deutschen Sprache«, an dem jährlich am zweiten Sonnabend im September auf Sprachliches aufmerksam gemacht wird. Veröffentlicht wurde der Text (ohne die letzten drei Sätze) am 14.09.2013 im Vogtland-Anzeiger unter der Überschrift »Die Frauenquote in der Sprache«.

Vor reichlich 15 Jahren wurde der »Verein Deutsche Sprache« gegründet. Das Anliegen des inzwischen auf über 36000 Mitglieder angewachsenen Sprachvereins besteht darin, die Vielfalt, Ausdruckskraft und Schönheit der deutschen Sprache zu wahren. Deshalb nimmt er Spracherscheinungen der Gegenwart unter die Lupe, deckt Mängel auf, versucht aufzuklären. Seit Vereinsgründung wird vor allem der Missbrauch von Anglizismen angeprangert. Selbstverständlich setzen sich die Sprachfreunde auch mit anderen Auffälligkeiten im Sprachgebrauch auseinander. Der heutige Tag der deutschen Sprache sei zum Anlass genommen, merkwürdige sprachliche Emanzipationsbemühungen aufs Korn zu nehmen.

Natürlich, es zieht uns an, das Weibliche, wie zu Goethes Zeit. Aber im Gegensatz zu den Faustgestalten des 19. Jahrhunderts treiben wir unsere Mädels nicht zur Verzweiflung. Im Gegenteil, heutzutage tragen wir ihnen an, mit uns zu marschieren, und sie dürfen sogar vorangehen. Das ist ein Fortschritt, der unser Menschenbild prägt, erst recht seit der Findung einer neuen Maßeinheit: die Frauenquote. Die muss natürlich auch in der Sprache vorangetrieben werden. Zugegeben, die Einhaltung eines ausgewogenen Verhältnisses von männlichen und weiblichen Anteilen im Sprachgebrauch fällt schwer, selbst im privaten Bereich. Ich muss gestehen, dass mir der Kaffee (maskulin) lieber ist und deshalb öfter Erwähnung findet als die Brühe (feminin). Und der perlende Sekt reizt meine Geschmacksknospen stärker als die blass-träge Milch. Eine Sprachquotenregelung, deretwegen meine Getränkezufuhr auf den Prüfstand müsste, hätte verheerende Auswirkungen auf meine Stimmungslage.

Anders verhält es sich auf einem anderen Sektor. Es ist nicht zu leugnen, dass der Zug nur rollt, wenn die Lok ihn zieht. Dieser weibliche Arbeitsanteil bei der Bewegung nach vorn ist mutmaßlich symptomatisch für die neue Rolle der Geschlechter beim angestrebten Aufbruch in unergründliche Regionen. Dem weiblichen Element im Verkehr gehört der Vorzug. Deshalb steige ich künftig nicht in den Zug, sondern in die Bahn ein und genieße die Zugfahrt.
 
Seit Angela Merkels Kanzlerschaft (die!) ist das Wort »Kanzlerin« in aller Munde. Für nahezu jeden Beruf, Geschäftsbereich und Qualitätshinweis gibt es inzwischen eine weibliche Komponente. Selbst der Kanzlerbonus wird der gegenwärtigen und darüber hinaus allen künftigen Regierungschefinnen nicht zugemutet. Der Duden gönnt ihnen den Kanzlerinnenbonus. Überhaupt ergänzt der Rechtschreibaufklärer männliche Wortformen mit dem weiblichen Pendant präzise und akribisch. Dem »Kanzleramtsminister« werden, durch Komma getrennt, die gleichen 19 Buchstaben an die Seite gerückt und zusätzlich mit »in« versehen. So wird jedem deutlich, dass ein Amtsschimmel auch weiblich wiehern kann. Bemerkenswert ist, dass immer der Mann zuerst verbucht wird. Denn der Duden reitet bei der Wortlistung uralte Prinzipien. Er schert sich dabei nicht um die Begegnung der Geschlechter auf gleicher Höhe. Vergebens sucht man neben dem Kanzler die Kanzlerin. Sie taucht erst erniedrigende vier Zeilen unter ihm auf (25. Auflage). Dafür aber dominiert die mit zwei Buchstaben zugefütterte feminine Variante breitenmäßig. Dank der Wortverbreiterung verdickt der Duden und nimmt an Gewicht zu. Zunehmend belastet er die Rat Suchenden und wird sich dennoch weiter vervollkommnen. Denn während es die Sittlichkeitsverbrecherin und die Unholdin bereits ins Nachschlagewerk geschafft haben, warten der böse Geist, der Wüstling und der Sündenbock aufs gleichberechtigte weibliche Gegenstück.

Wenn männliches Führungspersonal schlapp macht, droht »Bezeichnungstransvestierung« zugunsten des Weiblichen. Vorreiterrolle spielt die Universität Leipzig. Die Uni liquidiert den männlich schlaffen Titel »Professor« und beruft künftig auch den Herrn Gelehrten zur »Professorin». Ob der so Titulierte bei der Ausübung von Betreuertätigkeit vom akademischen Nachwuchs bald als »Doktorvaterin« oder als »Doktormutter» betitelt wird, war nicht in Erfahrung zu bringen. Manche (meist Männer) bezeichnen eine solche Sprachneuerung als Unsinn (der!). Doch der Männlich-plus-in-Verfahrensweg zur Herstellung völliger Gleichheit hat Perspektive. Er garantiert Wortzuwachs und für die Zukunft: Einsparpotential. Wenn nämlich alles Männliche mit »in« versehen ist und totale Gleichheit herrscht, dann kann »in« ohne Bedeutungseinbußen bedenkenlos eingespart werden. Der Duden wird wieder ansehnlich schlank, bleibt Ratgeber und muss nicht die Wandlung zur Ratgeberin befürchten. Außerdem verlieren die im Zeichen der Jungfrau geborenen Männer die Angst, entmannt zu werden, und die Februar-Frauen bleiben Wassermänner. Und die emanzipierten Männlein und Weiblein reiben sich wieder anderweitig (auf).
Dr. Frieder Spitzner




Im April 2013 erschien »Ne Leit`n auf`s Maul geschaut -
Beiträge der 4. Vogtländischen Mundarttage, 28.- 30. April 2011«.

Herausgeber: Vogtländisches Freilichtmuseum Eubabrunn

Zur Information das Vorwort:

Liebe Leserin, lieber Leser,
bevor Sie sich in die Lektüre der Tagungsberichte im Mundartbüchlein in Ihrer Hand vertiefen, gestatten Sie mir bitte eine Frage und Anmerkungen dazu: Mögen Sie Mundart?

 

Unabhängig davon, ob Sie die Frage bejahen oder sich nur mit Einschränkungen zur Mundart bekennen oder sich ablehnend äußern - Sie finden Gleichgesinnte. Denn der Meinungsfächer von Für bis Wider ist in unserer zur Globalisierung neigenden Gesellschaft weit geöffnet. Die eigene Mundart verwöhnt die Ohren, klingt meistens angenehm, ansprechend bis anziehend, sogar anheimelnd und anregend. An andere Mundarten müssen sich die Ohren gewöhnen. Das Ungewohnte hört sich mitunter unangenehm, unvollkommen, gar unverständlich an und unterliegt Vorurteilen wie ungebildet oder urkomisch.
Dennoch: Mundart ist sprachliches Verständigungsmittel, folglich nützlich - unabhängig davon, wo und wie und für welchen Personenkreis die Münder die Laute formen.
Die Frage »Sprechen Sie Mundart?« erübrigt sich - eigentlich, sobald geredet wird. Fragt Sie trotzdem jemand, sollten Sie nicht zögern, sondern umgehend bejahen.
Dafür gibt es zwei Gründe.

 

Erstens: Was Hänschen gelernt hat, beherrscht Hans lebenslang. Wo es sich geziemt, wo es nützt oder erfreut, entlockt man seinen Sprechwerkzeugen problemlos Töne aus der Kinderstube. Man kann sich glücklich schätzen, eine traditionelle Mundart zu sprechen.
Zweitens: Was Hans sprachlich auch hinzulernt, der Einfluss seiner Mundart aus Kindertagen lässt sich nicht komplett verdrängen. Das kann zu Unannehmlichkeiten führen. Denn die Sprache aus dem eigenen Revier empfinden außerhalb nicht alle als vorteilhaft. Das wissend, fühlen sich manche Verantwortliche im Familienkreis und die Bildungsträger berufen, die Heranwachsenden zu einer Sprache zu erziehen, die in der eigenen Region als »Hochdeutsch« bezeichnet und anerkannt wird. Solches »Hochdeutsch« löst schon zwei Autostunden vom Heimatort entfernt Fragen nach der Herkunftsregion aus. Das in der Heimat erlernte »Hochdeutsch« erzielt anderweitig die Faszination eines Rohrkrepierers. Lustig finden es die Leute, schlimmstenfalls unverständlich, und sie wünschen sich zur Erbauung in fideler Runde Wiederholungen des Sprechaktes oder im seriösen Gespräch Aussagen in »richtigem« Deutsch. Der Ernüchterung über das eigene Sprechvermögen folgen Anpassungsversuche an die Sprache in der neuen Umgebung. Das nehmen die meisten Gesprächspartner nachsichtig und wohlwollend zur Kenntnis. Wie Günter Grass, der die Sprache der Brüder Grimm so beschrieb: »Geboren in jenem Teil Hessens, ..., blieb ihnen der dort übliche Zungenschlag bis ins Alter anhänglich, wenngleich gemildert durch Ortswechsel.« (G. Grass: »Grimms Wörter«, DTV, München, 2012; S.9)

Wenn man sich aus beruflichen oder sonstigen Gründen »Hochdeutsches« angeeignet hat und dieses auch nutzt, sollte man seine Sprache dennoch demutsvoll und gleichermaßen selbstbewusst »Mundart" nennen. Diese »Mundart« ist nicht identisch mit der Sprache der Vorfahren, sondern heutigen Bedingungen angepasstes Verständigungsmittel. Auf skeptische Nachfrage empfiehlt sich der Hinweis: Die im Alltag verwendete mehr oder weniger regional gefärbte Umgangssprache ist die Mundart unserer Tage.

Liebe Mundartfreunde, das Ihnen vorliegende Büchlein entstand in Vorbereitung auf die 5. Vogtländischen Mundarttage vom 25. bis 27.04.2013. Diese als Nachlese gedachte Schrift hält Erinnerungen an die entsprechende Veranstaltung vor zwei Jahren wach. Die damaligen Tage im Zeichen der Mundart begannen in guter Tradition im Berggasthof »Heiterer Blick«, Markneukirchen.
Frau Doris Wildgrube, Leiterin des Vogtländischen Mundartkreises, begrüßte am Eröffnungs-Abend Mundartautoren aus verschiedenen vogtländischen Sprachregionen, aus dem Erzgebirge, aus Thüringen, Oberfranken und Solingen. Als Organisatorin der Veranstaltungen offerierte sie den Mitwirkenden das umfangreiche Programm für die zwei folgenden Arbeitstage: Der Aufgabenzettel für den Freitag enthielt Mundartvorträge und -lesungen in Schulen, Schulhorten und Seniorenheimen sowie am Abend Auftritte in gastronomischen Einrichtungen. Der Samstag stand im Zeichen der erfolgreich etablierten Autoren-Weiterbildung in Regie von Frau Ina Skerswetat, Leiterin des Vogtländischen Freilichtmuseums Eubabrunn, des Tagungsortes. Zum Abschluss der dreitägigen Veranstaltung unter der Schirmherrschaft des Landrates des Vogtlandkreises, Dr. Tassilo Lenk, boten Mundartautoren einen bunten Reigen heiterer, beschaulicher, anregender Gedichte und Geschichten aus dem Alltagsleben von einst und jetzt. Frau Wildgrube dankte allen Mitwirkenden für ihren Einsatz für angemessenen, respekt- und liebevollen Umgang mit der Muttersprache. Die Teilnehmer an den Veranstaltungen bekundeten Vorfreude auf kommende Mundarttage und verabschiedeten sich in der Gewissheit, dass selbstverständlich auch künftig hemmungslos ne Leit`n aufs Maul geschaut wird.
Dr. Frieder Spitzner
Vorsitzender der Vogtländischen Literaturgesellschaft Julius Mosen e.V.



JUNI 2014
Eine Schülerin des Lessing-Gymnasiums Plauen (Klasse 10) widmete Ihre Facharbeit im Schuljahr 2013/2014 dem Thema:
»Julius Mosen und sein Wirken bis in die heutige Zeit«.
Diese Arbeit mit Rechercheergebnissen zur Person Julius Mosen und zu dem bis heute geachteten Lebenswerk des Dichters wurde mit der Note 1,5 bewertet.
Herzlichen Glückwunsch!



VOGTLANDS LIEBLINGSBUCH 2012

Am Sonntag, dem 16. März 2014, um 15 Uhr, trafen sich Literaturfreunde zur Jahresveranstaltung von »Vogtlands Lieblingsbuch« in der Kapelle Neuensalz.
Nach der Eröffnung durch Frau Angela Görner, Leiterin der Kapelle Neuensalz und Vertreterin der Vogtland Kultur GmbH, gab Dr. Spitzner ein kleines Resümee über die heutige Literatur aus der Perspektive des Vogtlandes, aufbauend unter anderem auf ein Buch mit dem Titel »Geist ist geil« von Klaus D. Koch. Unter Hinweis auf die ausgestellten Bücher mit Vogtlandbezug der Jahre 2012 und 2013 stellte er Fragen wie:

- Wer nimmt diese interessanten und thematisch breit gefächerten Bücher zur Kenntnis?
- Fangen die aus dem Vogtland stammenden Vertreter der Wirkungskreise Bildung, Kultur, Politik, Wirtschaft, Tourismus etwas damit an?
- Sind die in Buchform vorliegenden Betrachtungen von Zeitzeugen aus der Region nicht auch im Geschichtsunterricht verwendbar?

Anschließend stellte er die in fünf Bereiche geordneten 49 Bücher des Jahres 2013 vor, die im Laufe dieses Jahres in acht vogtländischen Bibliotheken (Termine siehe Lieblingsbuch 2013) zu sehen sein werden. Aus Zeitgründen konnte er auf Buchinhalte nicht näher eingehen.
Schließlich wurden die Autoren der sechs Bücher, die nach Auszählung der Stimmen für den Titel »Vogtlands Lieblingsbuch 2012« in Frage kamen, vorgestellt. Und aus jedem dieser Bücher wurde ein Textauszug vorgelesen. Als Lesepate fungierte Eberhard Hertel, der nach der Ehrung der Bestplatzierten und der Titelvergabe den literarischen Nachmittag mit einem musikalischen Unterhaltungsprogramm ausklingen ließ.

Das Leservotum von »Vogtlands Lieblingsbuch 2012« ergab Folgendes:

Vogtlands Lieblingsbuch 2012

Siegfried Walther, Rodewisch

»Leben in dunklen Zeiten 1930-1949«

     
Die weiteren Platzierungen:

2. Platz:

Maren Schwarz, Rodewisch
»Treibgut«

3. Platz:

Karl-Heinz Schmidt, Klingenthal
»Dumm geborn und nischt drzugelarnt«

     

4. Platz:

Matthias Donath, Dresden
»Schlösser und Herrenhäuser im Vogtland«

4. Platz:

Friedegard und Joachim Jahn, Auerbach
»Köstlichkeiten aus dem Vogtland«

5. Platz:

Katrin und Mario Ulbrich (Hrsg.)
»Mords-Sachsen 5«

 


JULI 2013
Am Preisrätsel für Grundschulen aus Anlass des 210. Geburtstages Julius Mosens (08.07.2013) beteiligten sich elf Klassen. Die durch Losentscheid ermittelten Sieger erhielten eine Prämie in Höhe von 100 Euro. Über den Betrag durften sich freuen: die Klasse 2 der GS Muldenhammer, die Klasse 4 der GS Mühltroff, die Klasse 4 der GS Schöneck. Vielen Dank allen Teilnehmern und herzlichen Glückwunsch den Gewinnern.


 

Vorrätig beim Verein und lieferbar sind:
»Mosenblätter«, Hefte 3 bis 13;
»Mosen-Verzeichnis, 1. Teil, Werke«;
»Mosen-Verzeichnis, 2. Teil, Sekundärliteratur«;
Preis: je 1,50 Euro; Rabatte bei Bestellung mehrerer Hefte
Restexemplare: »Julius Mosen - Bilder im Moose - Drei Novellen« mit Illustrationen von Volkmar Förster; Preis: 15,00 Euro + Versandkosten