Literaturpanorama
(von Prof. Dr. sc. R. Bernhardt)



      Vorbemerkung



Unser Verein engagiert sich vorrangig für Regionalliteratur. Dennoch haben wir landesweites geistig-kulturelles Leben im Blick. Davon zeugt der vorliegende Menüpunkt »Literaturpanorama«.
Unter diesem Titel wird auf literaturbezogene überregionale Ereignisse, auf Gedenktage und Ehrungen, Buchlesungen und -präsentationen, auf wichtige Autoren der Gegenwart und Vergangenheit hingewiesen.

Für die Auswahl des Inhaltes und die Erarbeitung der Beiträge wurde der Literaturwissenschaftler Prof. Dr. sc. Rüdiger Bernhardt gewonnen. Er informiert und kommentiert, antwortet auch auf Leserfragen und reagiert, sofern sachdienlich, auf Meinungsäußerungen.
Meinungen und Fragen sind zu richten an die E-Mail-Adresse www.info.literatur.de .




Literaturpanorama Juni / Juli 2022




Liebe Literaturinteressierte und liebe Mitglieder der Vogtländischen Literaturgesellschaft Julius Mosen,

das erste Jahr des Literaturpanoramas regte Leser zu freundlichen Grüßen und einigen Anregungen an - wie z.B. ein Register über alle Beiträge -, die im Laufe der nächsten Monate verarbeitet werden.

Heute folgt ein Auszug aus der "kleinen Würdigung aus Anlass des Einjährigen", die der Vorsitzende unserer Gesellschaft Dr. Frieder Spitzner am 29. Mai 2022 schrieb:

"In den Vorbemerkungen zu den Beiträgen des Literaturpanoramas wird unser Vereinsanliegen deutlich: Wichtig ist es uns, der regionalen Publizistik Aufmerksamkeit zu schenken, ohne landesweit Bedeutendes im Literaturbereich aus den Augen zu lassen. Beim Rückblick auf die monatlichen Ausgaben des Literaturpanoramas im vergangenen Jahr registrieren wir eine bemerkenswerte Vielfalt und einen erstaunlichen Umfang an Dokumentationen, Einschätzungen, Bewertungen deutschsprachiger Literatur, für die wir Ihnen, Herr Prof. Bernhardt, Anerkennung zollen und die uns mit Dankbarkeit erfüllen. Die tiefgründigen Darlegungen über Autoren und deren Werke, über Jubiläen, Gedenktage, Buchpräsentationen sind von zeitlich unbegrenztem Wert. Insofern sollte erwogen werden, ein Literatur- / Autorenverzeichnis einzubringen, das einen Gesamtüberblick über den Inhalt der Monatsbeiträge gewährt und das (Wieder-)Finden bestimmter Texte erleichtert.
Wir wünschen Ihnen weiterhin Schaffenskraft und freuen uns auf Ihre nächsten Beiträge unter der Vereinsrubrik Literaturpanorama."

Diese Grüße und Wünsche beziehe ich selbstverständlich auch auf unser Mitglied Frau Klemm, die das Literaturpanorama zuverlässig und schnell in der Mitte jedes Monats ins Netz stellt und in die Grüße und Wünsche beziehe ich auch meine Frau ein, ohne deren selbstlose Unterstützung mir diese umfangreiche Arbeit nicht möglich wäre.



Auch erreichte mich noch eine Mail des Dipl. Ing. Christoph W. (aus Bernau), eines regelmäßigen Lesers des Literaturpanoramas, zur Nr. 3, aus der ein Auszug mitgeteilt werden soll: "Ein wirklicher Höhepunkt war für mich der Bericht über das Leben und die Bedeutung der Neuberin. Meine Frau und ich, wir waren übereinstimmend der Meinung, dass wir die Bedeutung der Neuberin noch nie so gut erklärt bekommen haben. Wir sind sehr dankbar dafür."

Es gilt auch weiterhin nach einem Jahr Literaturpanorama: Schreiben Sie uns, was Sie von der Publikation halten, was Sie wünschen und ob Sie selbst etwas beitragen möchten.

In diesem Monat gab es viele anregende, bewegende und interessante Ereignisse. Deshalb wird diese Nummer als Doppelnummer 6/7 für Juni/Juli veröffentlicht; trotzdem war es nicht möglich, alles sich Anbietende aufzunehmen. Hinzu kam der Verlust zweier bedeutender Autoren unserer Literatur; von unserer Tageszeitung gab es dazu kaum Informationen: Allenfalls eine Spaltennotiz wie zu Verkehrsunfällen, wenn überhaupt, fand man angemessen. Deshalb wurden entsprechende Nachrufe nötig.

Die getroffene Auswahl berücksichtigt nach wie vor die Interessen unserer Literaturgesellschaft, z. B. ausgesprochen interessante Bezüge zum Vogtland bei Horst Salomon, und Aktuelles.

Im Folgenden werden Artikel, Notate und Marginalien mitgeteilt zu Poesiealbum, Uwe Tellkamp, Johannes Reuchlin, E. T. A. Hoffmann und Anna Seghers, Johannes Schlaf, Herbert Ziergiebel, Horst Salomon, F. C. Delius, Erasmus Schöfer, Christoph Hein, Uwe Bernhard und andere.




(I) Aktuelles und Neuerscheinungen



55 Jahre Poesiealbum


Uwe Tellkamp: Der Schlaf in den Uhren


(Der weitere Wortlaut befindet sich in der nebenstehend aufzurufenden PDF-Datei.)

 





(II) Jubiläen und Gedenktage



J. Reuchlin - 500. Todestag am 30.6.
E. T. A. Hoffmann - 200. Todestag am 25.6. (u. A. Seghers)
J. Schlaf - 160. Geburtstag am 21.6.
H. Ziergiebel - 100. Geburtstag am 27.6.
H. Salomon - 50. Todestag am 20.6.
Fr. Chr. Delius verstarb am 30.5.2022
E. Schöfer verstarb am 7.6.2022
(Der weitere Wortlaut befindet sich in der nebenstehend aufzurufenden PDF-Datei.)

 




(III) Marginalien


Chr. Hein im Südgymnasium Halle/S.
(Der weitere Wortlaut befindet sich in der nebenstehend aufzurufenden PDF-Datei.)

 




Literaturpanorama Mai 2022




Liebe Leserinnen, liebe Leser,
liebe Literaturinteressierte und Mitglieder der Vogtländischen Literaturgesellschaft Julius Mosen,


Mit der heutigen Ausgabe besteht das Literaturpanorama bereits ein Jahr. Es hat eine Zeit erlebt, die buchstäblich aus den Fugen ist, wie es in Hamlet von William Shakespeare heißt. Es ist ein berühmtes Zitat einer berühmten Gestalt und zu unserer Situation passend wie kaum ein anderes. Hamlet sucht in der Vielzahl von unterschiedlichen Möglichkeiten nach der richtigen. Literatur, so erweist sich wieder einmal, bewahrt Erfahrungen auf, die sonst verdrängt werden und Fragen deshalb oft zu spät gestellt werden: Ein Kriegsausbruch drängt Fragen auf, aber er verdrängt auch die, die zu seinem Ausbruch zu stellen wären und die, der Beispiele sind viele, seit dem Ende des Kalten Krieges immer wieder gestellt wurden und ohne Antwort blieben.

So suchen wir heute nach dem richtigen Weg, um den Krieg zu beenden helfen: Verhandlungen und Kompromiss oder Sieg und Schwächung Russlands. Die diskutierten Lösungen sind gegensätzlich und schließen sich aus. Doch ehe immer neue Vorschläge immer weiter die Situation verschärfen, sollte statt der ständigen Suche nach Zuspitzungen auf Erfahrungen zurückgegriffen und nach den Ursachen gefragt werden. Eine Erfahrung möchte ich mit dem folgenden Zitat einbringen, die sich für mich eng mit den drohenden Gefahren verbindet:

Noam Chomsky, der bedeutende, weltweit geachtete US-Wissenschaftler und Denker, der über viele Erfahrungen verfügt und Angriffskriege, wie den der USA auf Vietnam und andere, kritisierte, schreibt in seinem Buch Wer beherrscht die Welt? (2017):

"Würden Außerirdische eine Geschichte des Homo sapiens schreiben, würden sie vielleicht zwei große Zeitalter unterscheiden: vA.Z (vor dem Atomwaffenzeitalter) und AZa (das Atomwaffenzeitalter). Als Beginn der letztgenannten Ära würde natürlich der 6. August 1945 gelten müssen, der erste Tag des Countdown zu dem, was sich möglicherweise als das unrühmliche Ende dieser seltsamen Spezies erweisen wird - einer Spezies, die die Intelligenz entwickelte, wirksame Mittel zu entdecken, mit denen sie sich selbst auslöschen könnte, jedoch nicht die moralische und intellektuelle Kapazität, um ihre schlimmsten Instinkte zu beherrschen."

Vielleicht zeigt die Verbindung von Erfahrung und Vernunft einen Weg.



Nach einem Jahr Literaturpanorama: Schreiben Sie uns, was Sie davon halten, was Sie wünschen und ob Sie selbst einmal etwas beitragen möchten.

Zum Literaturpanorama im April schrieb uns u.a. unser Mitglied Dieter Seidel und dankte für die Mitteilungen über die Neuberin und Gottsched. Er begrüßte die Bemühungen um Mosens Märchen und freue sich auf das Buch von Dr. Martin, zu dem inzwischen auch unser Mitglied Thorald Meisel in der Freien Presse vom 27. April 2022 einen schönen Artikel geschrieben hat: Schüler im Vogtland sollen Mosens Märchen lesen. Allein die Überschrift ist eine Lektüreempfehlung, die Dieter Seidel ergänzen könnte: Er hat sich intensiv mit Mosens Märchen beschäftigt. Die Marginalien veröffentlichen einen Auszug aus einem bisher unveröffentlichten Nachwort zu den von Dieter Seidel gesammelten italienischen Märchen Julius Mosens (s. Marginalien).

Der Verleger Heinz Freiberg aus Dresden schrieb, dass er das Literaturpanorama April an mehrere Autoren seines Verlages geschickt hätte, von denen nachdrücklicher Dank gekommen sei. Die Besprechung der Anna Seghers gewidmeten Anthologie habe ihn "angenehm überrascht".

Im Folgenden werden Artikel, Notate und Marginalien mitgeteilt zu Marc Meißner, Volker Müller, Novalis, August Strindberg, Friedrich Döppe, Julius Mosen (als Zuarbeit von Dieter Seidel) und Friederike Caroline Neuber (Ankündigung).




(I) Aktuelles und Neuerscheinungen



M. Meißner: »Greif zur Feder, Chemiearbeiter!« (2022)
V. Müller: »Preußische Weisheiten« (2022)
(Der weitere Wortlaut befindet sich in der nebenstehend aufzurufenden PDF-Datei.)

 





(II) Jubiläen und Gedenktage



Novalis - 250. Geburtstag am 2.5.
A. Strindberg - 110. Todestag am 14.5.
F. Döppe - 100. Geburtstag am 8.5.
(Der weitere Wortlaut befindet sich in der nebenstehend aufzurufenden PDF-Datei.)

 




(III) Marginalien


Julius Mosen
Die Neuberin und ihre berühmten Männer
(Der weitere Wortlaut befindet sich in der nebenstehend aufzurufenden PDF-Datei.)

 




Literaturpanorama April 2022




Liebe Leserinnen, liebe Leser,
liebe Literaturinteressierte und Mitglieder der Vogtländischen Literaturgesellschaft Julius Mosen,

Es ist Ostern, Ostern 2022 -
ein Fest der Auferstehung und des Erwachens, nicht nur für Christen.


Aber die Wirren der Zeit werden zu diesen Ostern nicht weniger werden. Dabei ist das Fest, das höchste für die Christen, für alle geeignet, sich auf Werte wie Menschlichkeit, Frieden, Freude und Naturbegeisterung zu besinnen und zu bedenken, dass nicht immer mehr und immer größere Waffen einen Weg zum Frieden ebnen, sondern in den Untergang von immer mehr Menschen führen.

Vor 200 Jahren, am 22. April 1822, schrieb Goethe an den Schriftsteller und Komponisten Johann Friedrich Rochlitz, dass es dessen besondere Gabe sei, "in Augenblicken wo uns die Sinne vergehen" "das Unerträgliche in der Gegenwart zu schildern". Und Goethe kündigte an, ihm als Gegengabe "einen treuen Abriss meiner wunderlichen Militärlaufbahn" zu senden; "auch durch diese Erbkrankheit der Welt musste ich einmal durch, damals ging ich der Weltgeschichte entgegen, nachher hat sie uns am eigenen Herd aufgesucht".

Die Situation hat sich seither nicht grundsätzlich geändert. Die Literatur ist geeignet, um sich in solchen Zeiten auf den Frieden zu konzentrieren, ein Beispiel ist Goethes
Faust.

Fausts Osterspaziergang ist die bekannte Szene, in der Faust die erwachende Welt erklärt und ein Bild des Friedens beschwört:

"Das Volk zieht anlässlich des Osterfestes ins Freie und in die Ausflugsgaststätten hinaus. Aus den Spaziergängern aller Art (vor V. 808) werden Handwerksburschen, Dienstmädchen, Schüler und Bürgermädchen - die Jungen -, die zwischen Bettlern und Bürgern - den Alten - stehen. Soldaten beschließen singend die Revue, die die Eroberung von Burgen der von Mädchen gleichsetzen; sie stehen nicht für Krieg und Tod, sondern für das bunte farbenprächtige Bild aus dem Volksleben. Die verschiedenen Stände und sozialen Gruppen erinnern an die Maskenzüge, für die Goethe Text und Ablauf am Weimarer Hof zu schreiben hatte. Mit seinem Famulus Wagner unternimmt auch Faust einen Osterspaziergang und wird von den feiernden Bauern begrüßt und geehrt. Die von Faust erkannte Auferstehung von Natur und Mensch ist teilweise eine Illusion, denn Spießigkeit und Beschränktheit der Bürger stehen ihr entgegen. Die Bürger haben ihre größte Freude, "wenn hinten, weit, in der Türkei,/Die Völker aufeinander schlagen./ Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus/Und sieht den Fluss hinab die bunten Schiffe gleiten" (V. 862 ff.). Diese Meinung wird von einem weiteren Bürger bestätigt: Der Tod anderer und die Wirren der Welt sind bedeutungslos, die Hauptsache ist, "zu Hause bleib's beim Alten" (V. 871). Dahinter verbirgt sich die reale Gefahr der Bedrohung Europas durch die Türken, die unter Suleiman II. 1521 Belgrad eroberten und danach bis nach Wien vordrangen.

Faust bedenkt in diesem dritten Monolog nach Beginn des 1. Teils nicht mehr den Tod. Ostern erscheint in seinem doppelten heidnisch-christlichen Sinne als die Wiedergeburt des Lebens, dem Faust ein soziales und philosophisches Programm gibt; es weist neben aufklärerischen auch revolutionäre Ideen auf. Das sich in der erwachenden Natur ergehende Volk stimmt mit der Natur, der unbegrenzten Freiheit, überein, die sein wahrer Himmel ist (V. 938) und den Einzelnen zum Menschen macht. Ob Faust das auf sich bezieht, bleibt offen: Der berühmte Vers

Zufrieden jauchzet Groß und Klein: / Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein!" (V. 940)

ist, der Doppelpunkt signalisiert es, das zufriedene Jauchzen von Groß und Klein (V. 939), nicht die Selbstbestimmung Fausts. Beim Osterspaziergang irrt sich Faust wie später mehrfach in seinen Überlegungen und Wünschen: Was er zu sehen meint, ist pure Äußerlichkeit und entspricht seinem Zustand des Wiedereintritts ins Leben. Der historische Hintergrund - es ist die Zeit des Bauernkriegs, der Reformation und der Türkenkriege (1526 besiegen die Türken ein ungarisch-böhmisches Heer, 1529 wird Wien belagert) - ist anders und lässt das Volk leiden. Wem es gut geht, der interessiert sich nicht für die Leiden wie die genannten Bürger. Faust durchschaut deren Beschränktheit, Gleichgültigkeit und Gefühllosigkeit nicht und erblickt nur die lustigen Nachen (V. 932) auf dem Fluss. Wagner dagegen sieht das Volk kritisch, die bei seinen Lustbarkeiten entstehenden Geräusche (Fiedeln, Schreien, Kegelschieben) sind ihm ein gar verhasster Klang (V. 946).

Faust sieht in der ländlichen Stimmung des Volkes wahren Himmel und verkennt, dass dieses Volk politisch und sozial kaum interessiert ist, dass es sich den Lustbarkeiten hingibt und das damit das Menschsein auf eine Stufe reduziert wird, die aus vorbürgerlicher Zeit stammt. Mit seiner Vorstellung vom Ebenbild der Gottheit hat das kaum noch etwas zu tun. Wagner, der nur Sachverhalte gelten lässt, relativiert Fausts pathetische Hochstimmung, indem er das Volk wie vom bösen Geist getrieben (V. 947), also jetzt schon in den Fängen des Teufels sieht."

(Vgl. Rüdiger Bernhardt: Johann Wolfgang von Goethe. Faust I. Hollfeld: C. Bange Verlag 2021, 14. (insgesamt 24.) Auflage, S. 38 u.a.)

Das Osterfest war Anlass, das heutige Literaturpanorama angemessen zu eröffnen. Aber es bleibt der Wunsch, den ich Ihnen senden möchte: ein ruhiges, friedliches und hoffnungsvolles Osterfest.



Zum Literaturpanorama im März gab es mehrere Mails. Der Dresdner Verleger Heinz Freiberg schrieb z.B. am 30. März 2022: "Ihre informativen Panoramabeiträge sind mir ein stets willkommener Lesestoff. So manches davon verlese ich im Literarischen Salon in der Volkshochschule Dresden."

Wir bedanken uns für die freundliche Aufnahme und erwidern das mit Respekt vor den Leistungen der Edition Freiberg, der auch in diesem Panorama wieder Aufmerksamkeit gehört.

Im Folgenden werden Artikel, Notate und Marginalien mitgeteilt zu George Sand, Julius Mosen (Siegfried Martin, Volker Müller), Heinz Freiberg, Stephan Hermlin, Thomas Rosenlöcher und Fred Ufer (Zuarbeit von Thorald Meisel).




(I) Aktuelles und Neuerscheinungen



G. Sand: »Gabriel« (2022)
H. Freiberg: »Was jetzt geschieht, geschieht uns.« (2022)
Zum 155. Todestag Julius Mosens am 10. Oktober 2022
S. Martin: »Träume vom Glück« (2022)
(Der weitere Wortlaut befindet sich in der nebenstehend aufzurufenden PDF-Datei.)

 





(II) Jubiläen und Gedenktage



S. Hermlin - 25. Todestag am 6.6.
Th. Rosenlöcher - Todestag am 12./13.4.2022
(Der weitere Wortlaut befindet sich in der nebenstehend aufzurufenden PDF-Datei.)

 




(III) Marginalien


Der vogtländische Krimi-Autor Fred Ufer
(Der weitere Wortlaut befindet sich in der nebenstehend aufzurufenden PDF-Datei.)

 




Literaturpanorama März 2022




Liebe Leserinnen, liebe Leser,
in Anbetracht der gesundheitlichen Probleme, in die ich geraten bin, kann ich Ihnen, nein muss ich Ihnen auch unter den erschwerten Bedingungen in diesem Monat wenigstens den vorgesehenen Beitrag über Friederike Caroline Neuber zur Verfügung stellen. Bereits im Literaturpanorama vom Dezember 2021 hatte ich auf das anstehende Jubiläum hingewiesen; dafür wurden vielfältige Vorbereitungen von der Stadt Reichenbach, vom dortigen Neuberin-Museum und auch in Plauen im Zusammenhang mit der 900-Jahr-Feier getroffen.
Im Dezember 2021 hatte ich darauf hingewiesen, dass "an den 355.Todestag des zwiespältig rezipierten Schriftstellers Johann Christoph Gottsched (1700-1766) erinnert wird", weil er ein "Mitstreiter war von Friederike Caroline Neuber, genannt die Neuberin, die aus dem Vogtland stammt, in Reichenbach im Neuberin-Museum, mit dem wir gern zusammenarbeiten, geschätzt, geehrt und anspruchsvoll popularisiert wird und deren 325. Geburtstag wir im kommenden Jahr begehen".
Zu diesem Jubiläum gehört der folgende neue Beitrag:

"Du hast nach reifer Müh, und nach durchwachten Jahren;
Erst selbst wie viel uns fehlt, wie nichts man weiß, erfahren."



Zum 325. Geburtstag von Friederike Caroline Neuber, genannt die Neuberin
(Der weitere Wortlaut befindet sich in der nebenstehend aufzurufenden PDF-Datei.)

 








Literaturpanorama Februar 2022




Liebe Leserinnen, liebe Leser,
hoffentlich bleibt den Lesern unseres Literaturpanoramas die Ruhe und Muse, um sich der Literatur und Kultur und auch dieser Ausgabe des Literaturpanoramas widmen zu können und nicht ein Krieg, der von einigen Politikern herbeigeredet wird - bei offenkundiger einseitiger Betrachtung der Umstände - unsere Leben nicht nur beeinträchtigt, sondern zerstört. Das wäre der Preis.
Historische Erfahrungen scheinen ebenso wenig Gewicht zu haben wie sachlich rationale Betrachtung. Es drängt sich der Eindruck auf, als wollte die USA-Politik nur eines verhindern und das um jeden Preis und mit allen Mitteln: Nord Stream 2.
Doch sind Kräfte auf dem Plan erschienen, die sich gegen solche "Verteidigungspolitik" zu wehren beginnen und Russlands Forderung nach Sicherheitsgarantien gegenüber der NATO verstehen, zumal die von den in den neunziger Jahren zugesicherten Sicherheiten heute nichts mehr wissen will.
Der Aufruf

Ukraine-Krise: Friedenspolitik statt Kriegshysterie
Initiative "Nie wieder Krieg" c/o IPB Marienstr. 19/20, 10117 Berlin


zeigt den verbreiteten Wunsch nach Sicherheit und Frieden. Er wird als notwendige ergänzende Lektüre zu den Statements unserer Regierung und ihrer Parteien empfohlen. Es ist auch nicht vergessen, dass "Beweise" der USA, um einen Krieg auszulösen - wie den Irak-Krieg, der bis heute schwelt -, als gefälscht entlarvt wurden.

Schicksalsschläge und ihre Überwindung

Dabei gilt es für jeden, im Alltag viel zu bewältigen, auch Schicksalsschläge, die zerstören können, würde man ihnen nicht kraftvoll und mit Elan begegnen. Da es in dem Fall, den ich meine, auch um Literatur geht, sei auf ihn verwiesen: Unter der Adresse, die in den Umkreis unseres Literaturpanoramas gehört,

http://www.leben-zwei.de

findet man ein Schicksal, bei dem eine Lehrerin, deren Leben in jeder Hinsicht als erfüllt gelten würde, im Urlaub plötzlich in den Abgrund des Lebens geblickt hatte und alles aus der Bahn zu geraten schien. Aber das Schicksal wurde mit Disziplin, selbstlosem Einsatz der Betroffenen und ihrer Familie sowie Konzentration bewältigt, der Abgrund blieb verschlossen.
Wie das gelang und welche Lehren man aus dem Vorgang ziehen kann, erfährt der Leser unter der genannten Adresse. Dort wird auch auf Literatur zum Thema hingewiesen - angemessen für ein Literaturpanorama - und zahlreiche Anregungen für die Bewältigung vergleichbarer Situationen werden gegeben.
Die Verfasserin der Seite, deren Schicksal dahinter steht, ist Mitglied unserer Vogtländischen Literaturgesellschaft und hilft dem Literaturpanorama, indem sie die Texte wirkungsvoll ins Netz stellt, wofür ihr an dieser Stelle herzlich gedankt sein soll.

Zum Literaturpanorama im Januar gab es mehrere Mails, die die Publikation kommentierten. Einige, vorwiegend Lehrer, fühlten sich an die besten Zeiten ihres Studiums erinnert. Ausführlich und engagiert schrieb Dr. Frieder Spitzner, der Vorsitzende der Vogtländischen Literaturgesellschaft Julius Mosen, am 20. Januar 2022:
"Das neue Literaturpanorama ... zeigt wie auch vorige Ausgaben, dass sich nicht wenige Autoren in schwierigen Lebenssituationen bewähren, Schicksals- und Rückschläge verkraften mussten. Vielfach fließen und flossen Auseinandersetzungen der Literaten mit Ereignissen um sie herum in die Bücher ein oder sind und waren Anlass für literarisches Schaffen. Erfreut sich dieses nachhaltiger Aufmerksamkeit und Bedeutung, so zeugt es von außergewöhnlicher Fähigkeit, Besonderes von Alltäglichem abzusondern und in besonderer Weise wiederzugeben."

Bei der Würdigung Schliemanns fühlte er sich an seine Berliner Studienzeit erinnert, wo er in der Schliemannstraße wohnte. Der Redakteur einer an unserer Literaturgesellschaft interessierten Wochenzeitung Manfred I. vermerkte am 19. Januar 2022 zum Januar-Panorama:
"Dein Panorama war für mich sehr spannend, es hat mir Räume gezeigt, in die ich noch nie einen Blick geworfen habe. Bitte informiere mich, wo ich es regelmäßig einsehen kann."

Ehe das Programm des Literaturpanoramas folgt, ist gesondert zu den literarischen Jubiläen eines Jubiläums besonders zu gedenken: Der Vorsitzende der Vogtländischen Literaturgesellschaft Julius Mosen,

Dr. Frieder Spitzner,

begeht in diesen Tagen seinen 80. Geburtstag. Fern aller Festlichkeiten, zumal in unruhiger Zeit, soll dieser Anlass aber genutzt werden, um für das seit 2006 dauernde Wirken für unsere Gesellschaft herzlich zu danken. - Stabilität und Zuverlässigkeit, Konsequenz und Sicherheit im Werten und Urteilen haben das Vertrauen in Dr. Spitzner und seine Arbeit ebenso gestärkt wie sein Einfallsreichtum und seine Selbstlosigkeit im Dienste von Sprache, Kultur und Literatur.

Herzlichen Dank dafür!


Im Folgenden werden Artikel, Notate und Marginalien mitgeteilt zu Volker Müller, Georg Weerth, Theodor Lessing, Hans Fallada, Karl Grünberg, Dieter Mann, Jörg M. Pönnighaus und andere.




(I) Aktuelles und Neuerscheinungen



V. Müller: : »Abschied von Sontamur« (2020)
(Der weitere Wortlaut befindet sich in der nebenstehend aufzurufenden PDF-Datei.)

 





(II) Jubiläen und Gedenktage



G. Weerth - 200. Geburtstag am 17.2.
Th. Lessing - 150. Geburtstag am 8.2.
H. Fallada - 75. Todestag am 5.2.
K. Grünberg - 50. Todestag am 1.2.
D. Mann starb im Alter von 80 Jahren am 3.2.
(Der weitere Wortlaut befindet sich in der nebenstehend aufzurufenden PDF-Datei.)

 




(III) Marginalien


J. M. Pönnighaus in der Sächs. Landesanstalt für pol. Bildung
1922 bis 2022 - Jubiläum
zum guten Ende
(Der weitere Wortlaut befindet sich in der nebenstehend aufzurufenden PDF-Datei.)

 




Literaturpanorama Januar 2022




Liebe Leserinnen, liebe Leser,
mehr als zwei Wochen leben wir im neuen Jahr 2022, teils mit den Sorgen des alten Jahres, teils mit Hoffnungen auf das neue. Da die Virologen - und ihnen folgend Politiker -vorsichtig Hoffnung verbreiten, die Viren könnten zwar schneller, aber weniger gefährlich werden, vor allem in der Folge intensiver Impftätigkeit, die zur Schwächung der Viren führen soll, wodurch die Corona-Pandemie weniger zerstörerische Folgen habe, auch wenn die Verbreitung groß sein wird, möchte ich zum neuen Jahr den Lesern des Literaturpanoramas alles Gute wünschen, vor allem Gesundheit.

Im Zusammenhang mit dem Thema "Seuche" finde ich beim Lesen immer wieder Zeugnisse aus früherer Zeit, nicht nur bei Wilhelm Raabe, Albert Camus und anderen, die belegen, dass wir nichts Neues erleben, auch mit "Querdenkern" und Impfgegnern nicht, und dass diese immer das gleiche Schicksal erfuhren: Sie litten am meisten unter den Seuchen.

Aus der Fülle der Literatur nur ein Beispiel: Goethe erlebte als Kind die Pocken, die zu jener Zeit verheerend wüteten. Aber es kam Hilfe: "Die Einimpfung derselben (d.i. die Pocken) ward bei uns noch immer für sehr problematisch angesehen, und ob sie gleich populare Schriftsteller schon fasslich und eindringlich empfohlen, so zauderten doch die deutschen Ärzte mit einer Operation, welche der Natur vorzugreifen schien. Spekulierende Engländer kamen daher aufs feste Land und impften, gegen ein ansehnliches Honorar, die Kinder solcher Personen, die sie wohlhabend und frei von Vorurteil fanden. Die Mehrzahl jedoch war noch immer dem alten Unheil ausgesetzt; die Krankheit wütete durch die Familien, tötete und entstellte viele Kinder, und wenige Eltern wagten es, nach einem Mittel zu greifen, dessen wahrscheinliche Hülfe doch schon durch den Erfolg mannigfaltig bestätigt war." (Johann Wolfgang von Goethe Dichtung und Wahrheit)

Auf das Literaturpanorama im Dezember gab es zahlreiche Reaktionen, die die Publikation anregend fanden und sie während der Weihnachtszeit gründlich zu lesen gedachten. Einige, vorwiegend Lehrer, fühlten sich an gute Zeiten ihres Studiums erinnert, andere wurden an zurückliegende Literaturereignisse erinnert, die sie erlebt und bewegt hatten.

Es folgen heute Artikel, Notate und Marginalien zu neuen Büchern von Jenny Erpenbeck und Rüdiger Bernhardt, zu Jubiläen von Molière, Barthold Hinrich Brockes, Annette von Droste-Hülshoff, Heinrich Schliemann, Franz Grillparzer, Franz Fühmann, Walter Werner und zwei Marginalien zu Wolfgang Wild und Wolfgang Bauer.




(I) Aktuelles und Neuerscheinungen



J. Erpenbeck: »Kairos« (2021)
R. Bernhardt: »Der vergessene Mythos - die zerstörerische Zivilisation« (2021)
(Der weitere Wortlaut befindet sich in der nebenstehend aufzurufenden PDF-Datei.)

 





(II) Jubiläen und Gedenktage



Moliere - 400. Geburtstag am 15.1.
B. H. Brockes - 275. Todestag am 16.1.
A. v. Droste-Hülshoff - 225. Geburtstag am 10.1.
H. Schliemann - 200. Geburtstag am 6.1.
F. Grillparzer - 150. Todestag am 21.1.
F. Fühmann - 100. Geburtstag am 5.1.
W. Werner - 100. Geburtstag am 22.1.
(Der weitere Wortlaut befindet sich in der nebenstehend aufzurufenden PDF-Datei.)

 




(III) Marginalien


W. Wild: Wos aen en Leem su onderkimmt
W. Bauer: Plauen - einst Großstadt, ...
(Der weitere Wortlaut befindet sich in der nebenstehend aufzurufenden PDF-Datei.)

 




      Literaturpanorama 2021 (Mai bis Dezember)



Monat /
Dateien
Aktuelles und Neuerscheinungen   Jubiläen und Gedenktage   Marginalien

DEZ


     

      



Volker Müller: »Gutgemeinte Nadelstiche« (2020)
Jörg M. Pönnighaus: »Wanderungen im Dämmerlicht (Gedichte)« (2021)



 

Johann Christoph Gottscheds - 355. Todestag am 12.12.
Gustave Flaubert - 200. Geburtstag am 12.12.
Rainer Maria Rilke - 95. Todestag am 29.12.


 

Dieter Seidel: Der Dichter Julius Mosen (1803 - 1867) als Burschenschaftler
Rüdiger Bernhardt: Julius Mosens Trauerspiel "Kaiser Otto III."



NOV


     

      

Christa Wolf: »Sämtliche Essays und Reden in drei Bänden« (2021)
Benito Wogatzki: »Unter der Sonne von Saint-Tropez« (2021)
Antje Rávik Strubel: »Blaue Frau« (2021)


 

F. M. Dostojewski - 200. Geburtstag am 11.11.
Ilse Aichinger - 100. Geburtstag am 1.11.
Gerhard Stübe - 100. Geburtstag am 6.11.
Max Kruse - 100.Geburtstag am 19.11.
Gertrud von Le Fort - 50. Todestag am 1.11.

 

Literaturtreff von Klingenthal, Neuenrade und Kraslice
Johann Heinrich Gläsel (1798-1880)



 
 

OKT


     

      

Jörg M. Pönnighaus: »Corona - die Rückkehr der Pest« (2021)
Jürgen Kögel: »Denn ich kann dich nicht begleiten« (2021)


 

Augusts von Platens 225. Geburtstag am 24.10.
A. N. Afanasjew - 150. Todestag am 5.10.
Arthur Schnitzler - 90. Todestag am 21.10.

 

Auszeichnung von Dr. Jörg M. Pönnighaus
1846 - entscheidendes Jahr für Julius Mosen in Oldenburg
Literaturtreff



 
 

SEP


     

      

Lutz Seiler: »schrift für blinde riesen« (Gedichte, 2021)
Uwe Bernhard: »Wolfsdonner« (Roman, 2021)

 

Dante Alighieri starb vor 700 Jahren am 14.9.
550. Geburtstag von Albrecht Dürer
Tobias Smollet starb am 17.9.1771
Stanislaw Lem würde am 12.9. 100 Jahre

 

Erinnerung an Hermann Hettner



 
 

AUG


     

      

Hans Pleschinski: »Am Götterbaum« (2021)
Jörg Martin Pönnighaus: »Auf der Suche nach der unendlichen Zeit« (2021)
Matthias Zwarg: »Poesiealbum 363« (2021)

 

Georg Maurer starb am 4.8. vor 50 Jahren
Walther Victor (1895-1971) starb am 19.8. vor 50 Jahren
Alexander Block - 100. Todestag am 7.8.
Stephan Ernst - 70. Geburtstag, geboren am 12.8.1951

 

ältestes literarische Zeugnis eines Klingenthalers (Brief von Bergliedern vom Pfarrer Nicolaus Spranger)



 
 

JULI


     

      

Hans Hermann Kant: »Therapie« (2021)
Manfred Zill: »Is muss net grod Mallorca saa« (2021)

 

Dagmar Nick wurde am 30.5. 95 Jahre
Marcel Proust - 150. Geburtstag am 10.7.

 

Diskussionen um Christoph Heins »Guldenberg« Vogtländischer Dialekt in japanischem Buch - Chisako Wakatake (geb. 1954)



 
 

JUNI


     

 

Interview von Dr. Frieder Spitzner 10.06. in der FP (Thema Gendern)
Hermann Vogel, 100. Todestag 2021
Max Schmerler, 150 Geburtstag 2023

 

Friederike Mayröcker starb am 4.6.
Gerhart Hauptmann starb am 6.6. vor 75 Jahren
H.C. Artmann hätte am 12.6. den 100. Geburtstag gehabt

 

 



 
 

MAI


     

 

Zentrale Gedenkfeier für die Verstorbenen in der Corona-Pandemie in Deutschland
Christoph Hein: Guldenberg. Roman

 

Wolfgang Borchert würde am 21.5. 100 Jahre
Max Frisch würde am 15.5. 110 Jahre
Willi Bredel hatte am 2.5. den 120. Geburtstag gehabt
Sebastian Brant hätte am 10.5. seinen 500. Todestag

 

 



 
 



An Ihren Meinungen / Fragen / Anregungen zur vorliegenden Rubrik sind wir sehr interessiert.
Richten Sie diese bitte an info.literatur@gmx.de .