Birgit Klemm - zur Literatur

seit Mitte Oktober erschienen:
»Gib nicht auf! Kämpfe!«

Angaben zum Buch

Taschenbuch: 184 Seiten
Verlag: Books on Demand; Norderstedt 2017
ISBN: 978-3-7412-8098-6

Dieses Buch ist auffindbar über verschiedene Online-Shops (übrigens ebenfalls als E-Book) und folglich auch in Buchhandlungen zu erfragen.



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Worum geht es im Buch?

Es wird über das Schicksal von fünfzehn Personen berichtet. Was ihnen konkret passierte, ist nahezu egal. Gemeinsam ist, dass es sich um Ereignisse, Unfälle, ... oder was auch immer handelte, in deren Folge sich das gesamte Leben der Person radikal veränderte. Wichtig ist, wie jeder einzelne damit umging und wie er sein Leben in den Griff bekam (dass das prinzipiell so ist, soll der Untertitel »Fünfzehn Erfolgsgeschichten« aussagen).
Wer zu diesem Buch greift, weiß, dass er nichts »leicht Verdauliches«, Amüsantes in der Hand hält.
Ich möchte mit diesen Geschichten, die alle einen sehr realen Hintergrund haben, Einblick gewähren in das Denken und Fühlen bei und nach so einer Extremsituation. Der eine Leser wird im Buch fündig bei Hinweisen bzw. Tipps, ein anderer entdeckt Spiegelbilder von Menschen und ihrem Schicksal, ein weiterer ...



Wie kam es zum Buch?

Am 10. Mai 2014 bei einer Zusammenkunft der Selbsthilfegruppen des Vital-Vereins Plauen e.V. aus dem gesamten Vogtland unterbreitete ich, inspiriert von der eigenen Erfahrung, den Vorschlag, dass ich ein Buch schreiben könnte, in dem interessierte Personen ihr Schicksal darlegen: was ihnen passiert ist und vor allem, wie sie das bewältigten und welche Rolle dabei ihre Umwelt spielte. Denn es ist meine eigene Erfahrung, dass es in jedem Falle nützlich ist, sich mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen. Als wertvoll für andere Personen sehe ich an, wenn überhaupt aus einem solchen "Abgrund" berichtet werden kann. Das ergänzt das solide Fachwissen der Mediziner um den nicht zu unterschätzenden Fakt der Erfahrung. Also: Warum sollte dieses Potential nicht genutzt werden, wenn es vorhanden ist? Seitdem mir selbst ein Unfall widerfuhr, in dessen Folge völlig überraschend ein schwerer Schlaganfall auftrat, und merke, dass ich dazu in der Lage bin, meine Lage darzustellen, möchte ich auf meinem Wege anderen helfen, so weit wie möglich aus so einem tiefen Loch herauszukommen. Dabei bin ich mir dessen bewusst, dass das nicht immer möglich ist. Jedoch weiß ich auch ganz genau, dass Aufgeben in so einer Situation der vollkommen falsche Weg ist. (Auszug aus dem Nachwort des Buches, was mein wesentliches Anliegen enthält).

Wie wurde es verfasst?

Am Anfang stand die Vermittlung von Personen, die bereit waren, bei diesem Vorhaben mitzuwirken. Die anfänglich zwölf Personen waren zu zwei Drittel Mitglieder von "Vital" und wurden mir auch von meinen Therapeutinnen vermittelt.
Die Informationen zu den geplanten Geschichten sammelte ich in Gesprächen, und so trafen wir uns entweder bei mir zu Hause oder an einem anderen geeigneten Ort. Während der Unterhaltungen ließ ich vereinbarungsgemäß das Diktiergerät mitlaufen, um nicht ständig unterbrechen und nachfragen zu müssen.

Nächster Schritt: Übertragen des Gespräches mittels Sprachprogramm in den Computer; anschließend musste ich diesen Text erst einmal von unsinnigen Übertragungsfehlern befreien. Erst dann war es möglich, an die Formulierung einer lesbaren Geschichte zu denken. Und ehe so etwas vorhanden ist, das dauert ... Nicht alle wissen, dass dahinter eine ganze Menge Arbeit und Aufwand steckt!

Nehmen wir den Zeitraffer ... Bis Jahresende waren es zwölf Geschichten.
Um das ein Buch nennen zu dürfen, musste dann der Text (von fehlerfrei konnte damals überhaupt keine Rede sein!) formatiert und gestaltet werden auf die geplanten Buchseiten. Was ich tat.

Nehmen wir wieder den Zeitraffer ...
Mitte des Jahres 2016 lagen inzwischen fünfzehn Geschichten vor. In den folgenden Monaten konnte ich davon reden, dass der Text lektoriert wurde - in uneigennütziger Weise von Dr. Spitzner von der Vogtländischen Literaturgesellschaft. Und ich beschäftigte mich unterdessen damit, mittels Formatvorlagen und anderen Dingen, mitunter einfach nur Tricks, die Gestalt des Buches herzustellen.

Das Cover gestaltete übrigens mein Ehemann, der sich dazu mit der menschlichen Anatomie und einigen andern Sachen, die möglichst korrekte zeichnerische Darstellung von Menschen betreffend, befasste und dies gern tat - übrigens zu 30 Euro.

Anfang Oktober verlegte ich das Buch im "Selfpublishiing" und stellte dem Verein "Vital" die verlangten Buchexemplare zur Verfügung. All diese oben geschilderten Tätigkeiten werden übrigens Verein eingeschätzt als "hat Geschichten zusammengestellt" (nicht ganz unwesentliche Berichtigung: zusammenstellen kann man nur bereits Geschriebenes - da gab es jedoch nichts!).

Mit dem Gewinn beim Verkauf dieser Bücher zu der Veranstaltung am 28. Oktober in Plauen, wo ich das fertige Buch präsentierte, und danach habe ich absolut nichts zu tun.
Deswegen behaupte ich nicht zu Unrecht, auf diesem Wege dem Verein "Vital" mehr als 150 Euro gespendet zu haben.

Aber?! ... Auf wenigstens ein kleines Dankeswort dafür warte ich bis heute vergebens
(siehe alphabetische Sprüche in der Seite über mich zum Wörtchen "Danke" ...).
Birgit Klemm





»Plötzlich ist alles anders«

(unter dem Pseudonym Katrin Schwarz geschrieben)

Angaben zum Buch

Taschenbuch: 176 Seiten
Verlag: Books on Demand; Norderstedt 2012
ISBN: 978-3-8482-3299-4

KLAPPENTEXT

Was ist eigentlich, wenn ein Urlaub plötzlich eine völlig unerwartete Wendung nimmt? Zehn Tage Erholungsurlaub, und alles ist zunächst klar. Doch an einem der ersten Tage machen die beiden eine Fahrradtour und sie stürzt dummerweise vom Rad und erleidet danach einen Schlaganfall. Zum Glück überlebt sie ihn - aber wie? Sie muss operiert werden, im Ausland. Danach können die beiden nach Deutschland zurückkehren, allerdings nicht sofort. Nach einem Krankenhaus- und REHA-Aufenthalt kann sie endlich wieder nach Hause. Diese realen Vorfälle werden aus zwei Sichten dargestellt, sowohl aus ihrer als auch aus der Sicht des Ehemannes, der sich durch Tagebucheintragungen während dieser schlimmen Ereignisse etwas entlastet. Und nun? Vieles ist anders als vorher. Körperliche Behinderung, Ängste über die ungewisse Zukunft stellen die Partnerschaft sowie die Familie enorm auf die Probe. Zwangsläufig musste nicht nur sie selbst Ansichten und Lebensgewohnheiten ändern. Trotz dieser ernsten Lage oder gerade deswegen betrachtet sie viele Dinge mit Humor, was ihr bei der Bewältigung der Geschehnisse ungemein hilft.



Fiktives Interview

Wie kam es zu dem Buch?

Ausgangspunkt ist eine sehr unschöne Sache. Sommerurlaub 2009 - Unfall während einer Fahrradtour - Schlaganfall durch einen Aderriss im Nacken infolge des Sturzes - Neubeginn ...
Mein Mann führte, wie oben bereits erwähnt, über diese schlimmen Geschehnisse Tagebuch (was er sonst nie tut!), Und als ich wieder einigermaßen "bei Troste" war, übertrug ich den Text dieses Tagebuches in den Computer. Nebenbei bemerkt, war das ja auch eine therapeutische Übung ... Dasselbe tat ich mit der Aufzeichnung meiner eigenen Erinnerungen. Nach ein paar Jahren ist ja vieles schlicht und einfach vergessen.
Und dann kam irgendwann der Gedanke, dass ich, wenn ich schon in der Lage wäre, aus meinem Zustand eine Art Bericht abzugeben, selbiges in ein Buch fassen könnte. Unterstützt wurde ich bei meiner Idee von meiner Familie und von meinen Therapeutinnen. Ich möchte damit auch anderen Hilfe leisten, um Antworten zu geben, was man in so einer Situation machen könnte, welche Möglichkeiten es gibt, um wieder »in die Gänge zu kommen«. Darum schilderte ich im Buch zum Teil recht genau, wie ich zu Hause neu startete, welche Probleme sich plötzlich auftaten und was ich alles unternahm, um Fortschritte zu erreichen.
Interessant ist eventuell auch die Frage, wie man sich in so einer Situation fühlt. - Wobei es so ist, dass da jeder Fall anders liegt und keine generelle Antwort möglich ist. Diese Frage kann man für den Betroffenen stellen; man sollte jedoch nicht vergessen, auch einmal bei den nächsten umgebenden Personen nachzufragen. Denn die werden zumeist vergessen, schließlich sind sie ja gesund ...
Außerdem betrachtet man die Selbstverständlichkeiten des Alltages nun mit ganz neuen Augen (das muss man ja!), habe ich festgestellt.
Da ich das Verlegen des Buches über Selfpublishing praktizierte, ist es wohl kaum verwunderlich, wenn ich sage, dass ich 2011 und besonders im Laufe des Jahres 2012 die 176 Seiten des Buches immer wieder durchprüfte und durchlas, durchlas, durchlas ... Denn man sollte beim Verlegen eines Buches schon alles tun, dass da möglichst vieles (ich sage bewusst nicht: alles!) seine Richtigkeit hat. Und das tat nicht nur ich selbst, sondern auch meine Kinder gaben mir wertvolle Tipps betreffs Formulierungen und Textfassung. Außerdem gab ich Textstellen zum Beurteilen an verschiedene andere Personen (die Schreibrunde, mit der ich mich monatlich treffe, meine Therapeutinnen, und noch eine Reihe anderer wertvoller neuer Bekanntschaften aus meinem »zweiten Leben«). Ich erhielt auch auf diesem Wege eine gute Unterstützung, für die ich sehr, sehr dankbar bin.

Was will ich erreichen?

Einer der ersten Gedanken damals war: Es müsste doch interessant sein, jemand zu hören, der aus einem solchen Abgrund berichtet, oder sagen wir besser: der überhaupt in der Lage ist, zu berichten. Ich bin froh darüber, dass ich das tun kann, und ich möchte anderen helfen - entweder selbst Betroffenen oder Personen, die Betroffene unterstützen wollen.
Und so wandte ich mich unter anderem auch an verschiedene medizinische Einrichtungen, ob Interesse an so etwas bestünde.
Das Echo war äußerst unterschiedlich. Das Spektrum reicht von einem Chefarzt, der mein Buch vollschrieb mit eigenen Notizen, der also offensichtlich damit richtiggehend arbeitete, über eine Bibliothek, die mein Buch in ihrem Bestand übernahm, ... bis hin zu der Aussage einer medizinischen Einrichtung, man könne mein Buch nicht so einfach nehmen, weil man ja keine Werbung machen dürfe ... Ja, wozu habe ich denn das Buch eigentlich gemacht?? Für Werbezwecke jedenfalls nicht! - Oder ich erhielt eben gar keine Rückmeldung (was ich im übrigen ebenfalls als eine solche betrachte). Für Reaktionen, die in letztere Fälle hinein münden, erlaube ich mir, mindestens ziemlich enttäuscht zu sein.
Ich führte bereits einige Lesungen zum Buch durch, unterstützt von meinem Mann, der auch auch seine eigenen Passagen las, sowie mit der Unterstützung des Programms PowerPoint wegen der Fotos bzw. Videos.
Fazit: Es waren Lesungen nicht mit riesigen Zuhörerzahlen, allerdings mit einem zweiten Teil, in dem immer ziemlich intensiv diskutiert und gefragt wurde.
Zu derartigen Lesungen bin ich auch jederzeit wieder bereit.

Warum das Pseudonym, und wie kam es zustande?

Das Pseudonym habe ich verwendet, weil ich in keiner Hinsicht Originalnamen von Personen oder Orten einsetzen wollte, angefangen mit der eigenen Familie. So etwas spielt ja auch keine Rolle, sondern wichtig ist, wie die Situation bewältigt wurde, und auch bei verschiedenen Situationen habe ich mir etwas »dichterische Freiheit« und Veränderungen erlaubt.

Wie wir auf die Namen innerhalb der Familie kamen?
Wir setzen uns zu viert zusammen, und jeder gab seine Auffassung ab, welchen Vornamen er gerne haben würde. Bei der Wahl des Familiennamens suchten wir einfach einen, der zu den vier Vornamen passte - und fertig. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Was ist das für ein Bild auf dem Cover?

Fotografiert hat es mein Mann, und zwar damals, im Juli 2009. Es ist ein Blick in das Treppenhaus des Hotels, in welchem er untergebracht war unmittelbar nach meinem Unfall.
Ausgewählt haben wir dieses Bild, weil es recht gut gleichnishaft meine damalige Situation darstellte: ein Weg, der irgendwie weiterführen musste, und keiner konnte sagen, wohin.

 


Fuerteventura

 

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Schriftversuche im Juli 2009

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wieder zu Hause Oktober 2009

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auf Skiern 2010

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Treppenhaus im Coverbild





»Was wäre, wenn ...«

Angaben zum Buch

Taschenbuch: 100 Seiten
Verlag: Books on Demand; Norderstedt 2015
ISBN: 978-3-7357-3960-5

KLAPPENTEXT

Wie ist das mit dem verflixten Besitz- und Revierdenken verschiedener Mitmenschen? Was tun, wenn einer aus irgendwelchen Gründen seine Frau eintauschen will? Und wie ist das mit gemeinsamem Lottospielen - kann so etwas gut gehen? Oft begegnen uns im Alltag Dinge, bei denen wir denken: So kann es doch eigentlich nicht sein! Wenigstens in Form von Geschichten darf man manche Dinge einmal zu Ende denken nach dem Motto: Was wäre, wenn ...



Weiteres zu »was wäre, wenn ...«


Wie kam es zu dem Buch »Was wäre, wenn ...?«

Seit einigen Jahren bin ich Mitglied in einer Schreibgruppe. Wir treffen uns monatlich und vereinbaren für die nächste Zusammenkunft ein Stichwort oder Ähnliches. Jeder denkt sich zu diesem Thema einer Kurzgeschichte aus, die er dann bei nächsten Mal vorliest. Die anderen schätzen das Ergebnis ein. Ich betrachte das als eine sehr wertvolle Übung.

Beim vorliegenden Buch handelt es sich um eine Auswahl von Kurzgeschichten, die so entstanden sind. Ich stellte zum Beispiel auch fest, dass man auf diesem Wege seinen Blick trainiert auf die Mitmenschen und ihre Eigenarten. Es gibt Geschichten, die frei erfunden sind, aber auch Geschichten, die eine sehr reale Grundlage haben. Wobei ich es als meine Aufgabe ansehe, dass man der fertigen Geschichte ihren Ursprung dann nicht mehr ansieht - den kennen nur noch die Beteiligten! Das ist übrigens sehr amüsant ...
Diese Entstehungsweise ist der Grund dafür, dass die Kurzgeschichten bunt gewürfelt sind.



Das Bild zeigt sogar den Originalschauplatz.

Was sind solche realen Grundlagen?

Nehmen wir gleich die erste Geschichte im Buch her mit dem Titel »Mitunter möchte man ...«. Es ist sowieso eine der ersten, die entstanden ist.
Das Stichwort war - URLAUB.
Die reale Grundlage ... der eigene Urlaub, irgendwo am Meer, am Strand. Und analoge Beobachtungen wie in der Geschichte gibt es wohl zuhauf. Viele könnten für sich feststellen, dass sie Ähnliches auch irgendwo registriert hätten.
Frei erfunden ist natürlich der folgende Morgen und was da passierte in der Geschichte. Man versteht nach dem Lesen sicher ein erstes Mal den gewählten Titel »Was wäre, wenn ...«.
Ich gebe gerne zu, dass ich im Kopf das Geschehen oft durchspielte und mich dabei ziemlich amüsierte.
Doch umgesetzt ... niemals!
Diese Geschichte liefere ich hier einmal als Leseprobe mit:

... noch einige Beispiele für verwendete Stichwörter

Geschichte

Stichwort(e)

zur Handlung

»Abendessen mit Hindernissen«

Es sollten (möglichst) folgende Worte vorkommen:
Alltag - Brambacher - Jäger - Mann - Altweibersommer - Bauaufsicht - Herbstlaub - Wahnsinn

Hier kann ich es ja verraten: Realer Hintergrund war, dass ich telefonisch Karten für eine Veranstaltung bestellen wollte, durch eine Fehler an der falschen Stelle landete ... und ziemlich beschimpft wurde. Ein Abendessen gab es in Wirklichkeit nicht. Man bemerkt das eben Geschilderte erst einmal überhaupt nicht:

»Höhenflüge«

Sport

Eine Jugendliche will sich mit ihrem Chatpartner in einem Lokal treffen ...

»Es könnte alles so schön sein ...«

Geld

Zwei Freundinnen spielen gemeinsam Lotto ... was wurde denn nun mit dem Lottogewinn??
Auch hier eine Leseprobe, die zumindest den Anfang enthält:

»Die Mutprobe«

Helden

Die Gruppe Jugendlicher existiert nur in der Geschichte, ebenso dieser Eimer Wasser.
Die Wirklichkeit ist hier ganz anders - das tut jedoch nichts zur Sache ...
Hier ebenfalls eine Leseprobe mit dem Anfang: